Navigierte Implantatversorgung im Unterkiefer nach zweizeitiger Augmentation
Der vorgestellte Patientenfall zeigt die implantatprothetische Versorgung im Unterkiefer einer jungen Patientin nach frühem Zahnverlust und fortgeschrittener Atrophie. Durch eine zweizeitige Augmentation im Sinne einer Guided-bone-Regeneration mit xenogenem Knochenersatzmaterial und Eigenknochen sowie einer resorbierbaren Kollagenmembran konnte der Alveolarfortsatz für eine nachfolgende Implantatversorgung verbreitert werden.
Nach erfolgreicher Einheilung und Integration des Knochenaufbaus erfolgte mit Hilfe einer per „guided surgery“ hergestellten Bohrschablone die Implantation in prothetisch optimaler Position.
Das Ergebnis
Die prothetische Versorgung der Implantate erfolgte durch verschraubte Vollkeramikkronen. Mit der vorgestellten Methode konnte die Kaufunktion der Patientin wieder vollständig hergestellt werden.
1 + 2: Ausgangssituation vor dem Knochenaufbau
3 - 5: Augmentation im Unterkieferseitenzahnbereich durch Auflagerung eines xenogenen Knochenersatzmaterials,
Abdeckung mit einer Kollagenmembran und anschließendem spannungsfreien Wundverschluss
6: Situation nach Knochenaufbau
1 + 2: Planung der Implantatpositionierung anhand eines dreidimensionalen DVT-Datensatzes und eines digitalisierten
Abdrucks
3: Präoperativ gefertigte Schablone zur Übertragung
4: Exakte Implantatpositionierung im aufgebauten Knochen der zuvor geplanten Implantatposition
5: Darstellung der inserierten Implantate. Durch den Knochenaufbau konnten die Implantate stabil und allseits von Knochen
umgeben platziert werden
6: Das postoperative Röntgenbild zeigt die Lage der Impantate im Unterkieferseitenzahnbereich links